Für Patientinnen und Patienten ist es nicht immer einfach einzuschätzen, ob Beschwerden in den neurologischen oder psychiatrischen Bereich gehören. Manche Symptome können unterschiedliche Ursachen haben oder sowohl durch körperliche als auch durch psychische Faktoren beeinflusst werden.
Die Neurologie beschäftigt sich mit Erkrankungen des Nervensystems. Dazu gehören das Gehirn, das Rückenmark sowie die Nerven und Muskeln im Körper. Neurologische Erkrankungen können sich deshalb auf sehr unterschiedliche Weise bemerkbar machen.
Eine neurologische Abklärung kann beispielsweise sinnvoll sein bei:
Die Psychiatrie beschäftigt sich mit Veränderungen des Erlebens, Denkens, Fühlens und Verhaltens. Nicht jede psychische Belastung ist eine Erkrankung. Wenn Veränderungen jedoch über längere Zeit bestehen, deutlich stärker als früher ausgeprägt sind oder den Alltag, die Arbeit oder Beziehungen beeinträchtigen, kann eine fachärztliche Einordnung sinnvoll sein.
Hierzu können beispielsweise gehören:
Gerade an der Schnittstelle von Neurologie und Psychiatrie ist eine eindeutige Zuordnung nicht immer von Anfang an möglich. Konzentrationsstörungen, Erschöpfung, Schlafprobleme, Schwindel oder körperliche Missempfindungen können beispielsweise unterschiedliche Ursachen haben.
Als Fachärztin für Neurologie sowie für Psychiatrie und Psychotherapie kann ich beide fachärztlichen Perspektiven in die erste medizinische Einschätzung einbeziehen. Im Gespräch und anhand der Untersuchung wird zunächst geklärt, wie Ihre Beschwerden einzuordnen sind und welche weitere Diagnostik sinnvoll ist.
Ergeben sich Hinweise darauf, dass die Beschwerden ein anderes medizinisches Fachgebiet betreffen, wird dies bei der weiteren Planung berücksichtigt und eine entsprechende fachärztliche Abklärung empfohlen. Ebenso kann bei speziellen neurologischen oder psychiatrischen Fragestellungen eine weiterführende Untersuchung oder Behandlung in einer spezialisierten Praxis oder Klinik sinnvoll sein.
Ziel ist es, Ihre Beschwerden zunächst medizinisch einzuordnen und gemeinsam die nächsten sinnvollen Schritte festzulegen.
Plötzlich auftretende neurologische Symptome wie eine Lähmung, Sprach- oder Sehstörung, eine ausgeprägte Bewusstseinsstörung oder ein erstmalig auftretender außergewöhnlich starker Kopfschmerz können Zeichen eines medizinischen Notfalls sein. In diesem Fall sollte nicht auf einen regulären Praxistermin gewartet, sondern unmittelbar eine Notfallabklärung veranlasst werden.
Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine individuelle ärztliche Untersuchung und Beratung.
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